
Betriebsstunden des gesamten Fuhr- und Maschinenparks überwachen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Wartung und Prüfungen, Abrechnung und Emissionen.
In diesem Artikel erklären wir, was Betriebsstunden genau sind, warum sie immer wichtiger werden, und wie Unternehmen sie in der Praxis messen, mit oder ohne Stromversorgung.

Betriebsstunden sind die Stunden, in denen der Motor eines Fahrzeugs oder einer Maschine läuft. Bei Geräten, die selten fahren, wie einem Bagger, einem Radlader oder einem Generator, sagen Betriebsstunden mehr über die tatsächliche Belastung aus als Kilometer oder Kontaktstunden. Betriebsstunden sind der Ansatzpunkt für zum Beispiel Wartung, Prüfungen und die Berechnung von Emissionen.
Die Erfassung von Betriebsstunden ist relevanter als noch vor einigen Jahren, aus mehreren Gründen: Emissionsanforderungen, der Wunsch, Wartung intelligenter zu planen, und eine genauere Abrechnung.
Betriebsstunden sind die Grundlage für die CO2-, NOx- und NH3-Berichterstattung. Immer mehr Ausschreibungen im Bau- und Infrastruktursektor verlangen nachweisbare Emissionswerte: man denke an die CO2-Prestatieladder (CO2-Leistungsleiter) und an die Verpflichtung, vor Projektbeginn die Stickstoffdeposition mit AERIUS zu berechnen. Neue Berechnungsmethoden, wie die von TNO, ermöglichen es, diese Werte präziser auf Basis der tatsächlichen Nutzung zu berechnen. Ohne Erfassung der Betriebsstunden pro Fahrzeug oder Maschine bleibt diese Berichterstattung eine Schätzung.
Wartung anhand eines festen Intervalls zu planen, zum Beispiel alle sechs Monate, berücksichtigt nicht, wie intensiv ein Fahrzeug oder eine Maschine tatsächlich genutzt wurde. Zustandsorientierte Wartung betrachtet die tatsächlichen Betriebsstunden, nicht den Kalender. Das verhindert sowohl zu frühe Wartung als auch eine verpasste Prüffrist. Bei Geräten mit gesetzlicher Prüfpflicht ist dieser Unterschied direkt messbar in Stillstandzeiten und Bußgeldern.
Betriebsstunden geben ein genaueres Bild der tatsächlichen Nutzung eines Fahrzeugs oder einer Maschine als ein fester Zeitraum oder eine Schätzung. Bei Vermietungen wird beispielsweise häufig auf Basis von Betriebsstunden statt nur eines festen Zeitraums abgerechnet, und auch Wartungsverträge werden regelmäßig an eine Anzahl von Betriebsstunden gekoppelt.
Betriebsstunden können auf verschiedene Weise erfasst werden, von vollständig manuell bis automatisch.
Eine Möglichkeit ist die manuelle Erfassung: auf Papier oder in einer Tabelle. Das ist fehleranfällig und zeitaufwendig, und eine vergessene Ablesung lässt sich nachträglich nicht mehr korrigieren. Bei einem größeren Fuhr- und Maschinenpark ist das kaum noch zu bewältigen.
Bei Fahrzeugen und Maschinen mit Bordcomputer kann die Erfassung der Betriebsstunden automatisch über eine CAN-Bus-Anbindung erfolgen. Das ist präzise, funktioniert aber nur bei Geräten mit eigener Stromversorgung und CAN-Bus.
Für Geräte ohne Bordcomputer oder eigene Stromversorgung, wie einen Generator, einen Anhänger oder Aufbaugeräte, gibt es Asset-Tags mit Bewegungserkennung. Sobald ein Motor läuft, entsteht Vibration. Ein Bewegungssensor erkennt den Unterschied zwischen Stillstand und Nutzung. So ist eine automatische Erfassung der Betriebsstunden bei nahezu jedem Gerät möglich, auch ohne Bordcomputer oder Stromversorgung.
GPS-Buddy erfasst Betriebsstunden automatisch, mit oder ohne Stromversorgung, und verknüpft diese Daten mit Lösungen wie der Emissionsberichterstattung.
So ist die Erfassung von Betriebsstunden keine isolierte Kennzahl, sondern Teil derselben Plattform, in der Fahrzeuge, Geräte und Projektdaten bereits zusammenkommen: Flowter, unsere Asset-Intelligence-Plattform.
Neugierig, wie die Erfassung von Betriebsstunden zu deinem Fuhrpark oder deinen Geräten passt? Nimm Kontakt auf für eine Demo.

Komplexe Themen verständlich machen, und mich zunächst selbst gründlich hineinknien: das gibt mir Energie. In meiner früheren Arbeit im Marketing habe ich bereits mit viel Freude mit Unternehmen aus Bau, Infrastruktur und Transport zusammengearbeitet. Als Online-Marketerin bei GPS-Buddy schreibe ich deshalb auch gerne über Entwicklungen in diesen Branchen. Mit derselben Energie schreibe ich über unsere eigenen Lösungen: wie sie funktionieren, und was das für die Anwender konkret bedeutet. Für die Artikel hole ich mir Wissen von Kolleginnen und Kollegen und vertiefe mich selbst gründlich in das, was in der Branche passiert, damit jeder Text stimmt und vollständig ist.