
Die Vor- und Nachteile von EVs in der Flotte
Elektrische Fahrzeuge in der Flotte
Immer mehr elektrische Liefer- und Nutzfahrzeuge sind in den Niederlanden unterwegs. Die Entscheidung für ein Elektrofahrzeug bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. In diesem Artikel werden die wichtigsten Vor- und Nachteile aufgeführt.
Die Zahlen
Wie schnell sich die Entwicklung vollzieht, zeigt das Dashboard Elektrisch Vervoer der RVO. Bei den leichten Nutzfahrzeugen, wie Lieferwagen, waren es am 31. Mai 2026 insgesamt 59.818 vollelektrische Fahrzeuge, gegenüber 4.893 am 30. Juni 2020. Bei den schweren Nutzfahrzeugen, wie Lkw und Zugmaschinen, ist die Ausgangsbasis niedriger, aber das Wachstum ist ebenso deutlich: von 107 Fahrzeugen am 30. Juni 2020 auf 2.707 am 31. Mai 2026. Diese Zahlen beziehen sich auf batterieelektrische Liefer- und Nutzfahrzeuge. Personenkraftwagen sind nicht eingeschlossen, auch nicht die gewerblich genutzten Personenkraftwagen (Quelle: Dashboard Elektrisch Vervoer, RVO. Stichtag 31. Mai 2026).
Die Vorteile
Der erste Vorteil liegt in den Kosten über die Nutzungsdauer. Während ein Elektrofahrzeug in der Anschaffung oft noch teurer ist, sinken die Kosten im Laufe der Nutzungsdauer. Es hat weniger bewegliche Teile, wodurch der Wartungsaufwand geringer ist. Und bei den aktuell schwankenden Kraftstoffkosten ist das Fahren mit Strom oft günstiger als mit Diesel. So verlagert sich der Vorteil von der Anschaffung auf die gesamte Nutzungsdauer.
Hinzu kommt die Frage des Zugangs. Immer mehr Kommunen haben eine Zero-Emission-Zone eingerichtet, und die Regelungen werden schrittweise strenger. Neue Liefer- und Lastkraftwagen, die ab dem 1. Januar 2025 zugelassen wurden, müssen emissionsfrei sein, um diese Zonen befahren zu dürfen. Für ältere Fahrzeuge gelten Übergangsregelungen, die je nach Emissionsklasse und Datum variieren und in den kommenden Jahren auslaufen. Ein emissionsfreies Fahrzeug behält den Zugang in jedem Fall, ein Dieselfahrzeug verliert ihn langfristig. Die aktuellen Zugangsregelungen sind unter opwegnaarzes.nl zu finden.
Schließlich stößt ein Elektrofahrzeug lokal keine Emissionen aus. Das ist hilfreich bei Nachhaltigkeitsanforderungen in Ausschreibungen und bei der Untermauerung eines CO2-Berichts.
Die Nachteile
Der höhere Anschaffungspreis wurde lange durch Subventionen abgemildert, diese sind jedoch nicht mehr verfügbar. Die SEBA, die Anschaffungssubvention für elektrische Nutzfahrzeuge, wurde am 31. Dezember 2024 endgültig geschlossen und das Budget vollständig ausgeschöpft. Für Lkw gibt es noch eine Förderregelung: die Aanschafsubsidie Zero-Emissie Trucks (AanZET).
Die Kraftfahrzeugsteuer unterscheidet sich je nach Fahrzeugtyp, und diese Unterscheidung ist wichtig. Für emissionsfreie Personenkraftwagen gilt in den kommenden Jahren noch ein auslaufender Rabatt auf die Kraftfahrzeugsteuer. Für elektrische Lieferwagen ist dieser Rabatt inzwischen weggefallen, sodass der volle Steuersatz gilt. Bei einer gemischten Flotte wirkt sich die Regelung je nach Fahrzeug also unterschiedlich aus. Weitere Informationen sind auf ondernemersplein verfügbar.
Wichtiger im täglichen Betrieb ist die Einsatzbereitschaft. Die Reichweite ist keine feste Größe. Beladung, Wetter und Fahrstil bestimmen, wie weit ein Fahrzeug kommt, und das variiert von Tag zu Tag. In der Praxis werden Elektrofahrzeuge daher häufiger für kürzere Fahrten eingesetzt.
Das Laden dauert zudem länger als das Tanken. Ein Fahrzeug muss rund um die Ladezeiten eingeplant werden, was eine Abstimmung mit dem Arbeitstag erfordert. Hinzu kommt die Ladeinfrastruktur. Auf vielen Gewerbeflächen ist die Netzkapazität begrenzt. Für einen erheblichen Teil der Logistikflotte steht nicht ausreichend Netzkapazität zur Verfügung, und bei Lkw ist dieser Engpass noch ausgeprägter. Die Beantragung eines Ladepunkts kann lange dauern.
Der Unterschied liegt im Einblick
Die Arbeit mit Elektrofahrzeugen erfordert aktuelle Einblicke. Die Reichweite hängt von den Umständen ab, und das Laden muss in den Zeitplan passen. Wer dies pro Fahrzeug verfolgen kann, plant gezielter.
Mit der OEM-Integration in Flowter werden Fahrzeugdaten direkt vom Hersteller abgerufen – für die gesamte Flotte, einschließlich Elektrofahrzeuge. Es zeigt, was ein Fahrzeug ist, was es tut und was es benötigt: von Standort, Fahrten und Kilometerstand bis hin zu Wartung und Fehlermeldungen. Für Elektrofahrzeuge kommen relevante EV-Daten hinzu. Eine erste Datenschicht ist sofort verfügbar, ohne dass GPS-Buddy Hardware eingebaut werden muss. So bleibt die Flottenübersicht vollständig, auch bei neuen Fahrzeugen.
Die Integration ist für sechs Volkswagen Group Marken verfügbar: Volkswagen Passenger Cars, Volkswagen Commercial Vehicles, Audi, Skoda, SEAT und CUPRA. Möchten Sie mehr über die OEM-Integration erfahren?
Die Informationen in diesem Artikel basieren auf der Situation in den Niederlanden vom Juli 2026. Aus dem Inhalt können keine Rechte abgeleitet werden. Gesetze, Vorschriften und Marktbedingungen können sich ändern.